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Am 11. April 2015 fand der zweite RCN- Lauf „Preis der Schlossstadt Brühl“ statt. Der RCM war mit zwei Teams vertreten Sascha Gies/Stefan Göttling und Ralph-Gerald Schlüter/Stefan Göttling jeweils auf Honda Civic Type R.

 

Für mich war es der erste Einsatz auf einem völlig fremden Fahrzeug. Front- statt Heckantrieb, wesentlich direkteres Fahrverhalten und Reifen mit deutlich mehr Grip.

 

Die RCN-Läufe gehen über 15 Runden und haben ein bestimmtes System:

 

  •  Runde 1             Setzzeit (man wählt selber eine Zeit, die zwischen 9 Minuten und 15 Minuten liegen muss)
  • Runden 2-5        Sprintrunden
  • Runde 6             Bestätigung der Setzzeit aus Runde 1
  • Runden 7/8       Maximalzeit 45 Minuten (Tanken, Fahrerwechsel usw.)
  • Runde 9             Bestätigung der Setzzeit aus Runde 1
  • Runden 10-12   Sprintrunden
  • Runde 13          Auslaufrunde

 

In unserer Klasse hatten 16 Fahrzeuge genannt. Wie immer am Nürburgring, das Wetter war ausgesprochen wechselhaft und kalt. Regenschauer wechselten sich mit Sonne ab. Da Stefan auf beiden Autos fuhr, übernahm er auf unserem Fahrzeug den ersten Stint. Er pokerte und startete auf Slicks. Das Setzen und Einhalten der Sollzeit ist vergleichsweise einfach. Die Platzierung wird fast ausschließlich über die Sprintrunden herausgefahren. Soweit man dies verfolgen konnte, lagen wir im vorderen Bereich unserer Klasse. Kurz vor dem Fahrerwechsel gab es einen erneuten Regenschauer. Bei Start und Ziel war die Fahrbahn nass. Ich stand vor der Frage, weiter mit den Slicks oder eine sichere Variante wählen. Fremdes Auto, Nürburgring, nasse Straße: Ich wählte die sichere Variante mit „abgelagerten“ Regenreifen.

 

Stefan kam rein, der Wagen wurde betankt und die Reifen gewechselt. Man hat alle Zeit der Welt, da die Maximalzeit für zwei Runden (In- und Outrunde) 45 Minuten beträgt. Beim Blick auf den Tageskilometerzähler schwante uns, hier kann etwas nicht stimmen. In der Hektik wurde das aber nicht weiter beachtet.

 

Ich fuhr raus und stellte beim Abbiegen auf die Nordschleife fest, Du hast die falschen Reifen. Die Straße war zwar bei Start und Ziel nass, auf der übrigen Nordschleife jedoch trocken. Das Einhalten der Setzzeit war relativ einfach. Auf den drei Sprintrunden konnte ich mich schnell verbessern, da das Fahrzeug sehr viel Vertrauen vermittelt. An die an einigen Schlüsselstellen wesentlich höheren Geschwindigkeiten muss man sich erst mal gewöhnen. Nach den drei Sprintrunden kam die Auslaufrunde und ich fuhr in den Park Fermé.

 

Einige Zeit später kam Stefan mit dem zweiten Fahrzeug und eröffnete mir, dass er mit unserem Wagen eine Runde zu wenig gefahren sei. Damit waren wir aus der Wertung.

 

Stefan hat auf dem anderen Fahrzeug zusammen mit Sascha in der Klasse den zweiten Platz gemacht. In Anbetracht der Konkurrenz von 16 Fahrzeugen war dies ein hervorragendes Ergebnis.

 

Wäre er nicht eine Runde zu wenig gefahren, hätten wir den vierten Platz erreicht. Mit Slicks sogar vielleicht den dritten Platz. Aber: Hätte, Hätte, Fahrradkette…

 

Und wieder ist man um eine Erfahrung reicher.

 

Ralph-Gerald Schlüter

 

 

 

 

 

 

 

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