Am Wochenende fand das erste Rennen zum FHR-Langstreckencup auf dem Hockenheimring statt. Wie immer war die Klasse der Tourenwagen bis 2 Liter sehr gut besetzt und stellt innerhalb des Rennens die größte Klasse dar. Im Wesentlichen handelt es sich um Alfa Romeo GTAm sowie BMW 2002.

Samstagnachmittag war das erste Training angesetzt. Die Außentemperaturen lagen bei gemessenen 3 Grad und gefühlten -5 Grad. Die Regenreifen, die eigentlich keine richtigen Regenreifen sondern Straßenreifen mit weicher Mischung und groben Profil sind, blieben eiskalt. Ralph ging als erster auf die Strecke, um dann gleich bei der Einfahrt ins Motodrom im hohen Bogen abzufliegen. Nichts passiert, nirgendwo angeschlagen. Nächste Runde nichts gelernt, um dann wieder an gleicher Stelle den Notausgang zu nutzen. Irgendwie war das Ganze frustrabel. Fahrerwechsel, Markus versuchte sein Glück. Er blieb auf der Straße und konnte immerhin von zwölf Teilnehmern den fünften Platz „errutschen“.

Sonntagmorgen 9:00 Uhr begann das zweite Qualifying. Ralph ging wieder als erster auf die Strecke. Plötzlich „spann“ der Wagen. Er drehte nicht mehr über 5.000 Umdrehungen. Zurück an der Box stellte man ein Elektrikproblem fest. Markus ging raus und kam gleich wieder rein. Der Stecker von der Lichtmaschine war defekt. Da nur 25 Minuten Trainingszeit angesetzt sind, wurde die Zeit eng. Markus ging wieder raus und schaffte wiederum den fünften Platz. Mit dickem Hals, da wesentlich mehr drin gewesen wäre, kam er zurück.

Eine halbe Stunde vor Rennbeginn schüttete es wie aus Eimern. Die Strecke war komplett nass. Trotzdem nahmen wir die neuen, an sich für trockene Strecke gedachten Reifen und hofften auf besseres Wetter.

Markus übernahm den Start und konnte sich schon nach zwei Runden auf dem dritten Platz festsetzen. Mit abtrocknender Strecke kamen die BMW von hinten. Sie sind zwar in der Endgeschwindigkeit nicht schneller, kommen aber besser aus den engen Ecken heraus. Da haben wir mit dem Alfa keine Chance. Zwischendurch gab es heftige Graupelschauer, Winterreifen wären angesagt gewesen.

Dennoch konnte nach über 1 Stunde Fahrzeit wieder der dritte Platz vermeldet werden. Auf dieser Position übergab Markus den Wagen an Ralph.

Ralph lief relativ schnell auf einen Porsche 914/6 auf, der beim Bremsen und in den Kurven relativ langsam war, auf den Geraden jedoch immer ein bis zwei Wagenlängen Abstand herstellen konnte. Markus hätte mit Sicherheit ein Gewaltmanöver gestartet, um vorbei zu kommen. Mit über 60 Jahren macht man sowas aber nicht mehr und Ralph verlor pro Runde 2 bis 3 Sekunden. Irgendwann machte der Porschefahrer dann einen Fehler, Ralph kam vorbei und nach 2-3 Runden war der Porsche nicht mehr gesehen. Man merkte es sofort an den Rundenzeiten. Zum Schluss konnte sogar die beste Rundenzeit des Rennens vermeldet werden (nicht in der Klasse, sondern für unser Fahrzeug).

Letztendlich kam der dritte Rang und damit ein Platz auf dem Treppchen heraus. Mit sehr zufriedenen Mienen haben wir Hockenheim verlassen und freuen uns schon in 4 Wochen auf den Nürburgring.

Ralph-Gerald Schlüter

 

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